Moor & Klima

Intakte Moore sind wahre Klimaschützer – trockengelegte Moore dagegen gehören zu den größten Einzelquellen von Treibhausgasen.

Warum das Moor fürs Klima zählt

In einem nassen Moor lagern über Jahrtausende große Mengen Kohlenstoff. Wird das Moor entwässert – etwa für die Landwirtschaft – gelangt Sauerstoff in den Boden, der gespeicherte Kohlenstoff zersetzt sich und entweicht als CO₂ in die Atmosphäre. Im Donaumoos summiert sich das zu einer der größten CO₂-Quellen der Region.1

Wird eine Fläche wieder vernässt, stoppt dieser Ausstoß weitgehend. In den ersten Jahren setzt das nasse Moor allerdings zunächst mehr Methan frei (Methan-Peak), bevor die volle Klimawirkung erreicht ist.

Kurz gesagt: Nass gehaltenes Moor speichert Kohlenstoff, statt ihn freizusetzen. Diese vermiedene Emission lässt sich über CO₂-Zertifikate sogar finanzieren – der Rechner unten schätzt, wie viel das für eine Fläche bedeuten kann.

Zum Ausprobieren

CO₂-Rechner: Was bringt eine renaturierte Fläche?

Stell Fläche, Preis und Szenario ein und sieh, wie sich der CO₂-Wert über die Jahre entwickelt. Die Zahlen sind eine hypothetische Ersteinschätzung, kein verbindliches Angebot.

Quellen

  1. BUND Naturschutz in Bayern – Moore in Bayern: Klima- und Hochwasserschutz, abgerufen 2026. bund-naturschutz.de