Artenvielfalt & Artensterben
Feuchte, offene Landschaften wie das Moos gehören zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt. Mit ihrem Verlust verschwinden hoch spezialisierte Tiere und Pflanzen, die anderswo kaum noch vorkommen.
Feuchtwiesen – Hotspots der Vielfalt
Niedermoore und Feuchtwiesen werden vom Grundwasser gespeist und haben einen gleichmäßigen Wasserstand. Das macht sie artenreicher als Hochmoore; besonders kalkreiche Niedermoore und Pfeifengraswiesen beherbergen eine außergewöhnlich vielfältige Pflanzenwelt.1
Wiesenbrüter und Amphibien unter Druck
Bei den Wiesenbrütern – Vögeln, die am Boden feuchter Wiesen brüten – ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Auch Amphibien und Libellen verlieren ihre Gewässer: 11 der 19 heimischen Amphibienarten gelten als bedroht.2
Alles hängt zusammen
Artenvielfalt ist ein Netz: Pflanzen tragen Insekten, Insekten tragen Vögel und andere Tiere. Fällt ein Glied aus, gerät die ganze Kette ins Wanken. Wie stark Insekten dieses Netz zusammenhalten, zeigt das Modell unten – mehr dazu auf der Seite Blühwiesen & Biodiversität.
Zum Ausprobieren
Was passiert, wenn die Insekten fehlen?
Zieh am Insektenbestand und sieh, wie Bestäubung und Nahrungsgrundlage – und damit Vögel und andere Tiere – mitsinken.
Quellen
- LBV und BUND Naturschutz in Bayern – Niedermoore und Feuchtwiesen als Lebensraum, abgerufen 2026. lbv.de ↩
- BUND Naturschutz in Bayern – Amphibien-Gefährdung, abgerufen 2026. bund-naturschutz.de ↩